Manuskript - Apokalypseparty EP

by L.s.s. - Records

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about

Raps von Manuskript ~ Produziert von Sinok ~ Artwork von Lichtwicht von Houfen

Beat von # 1, 3, 5, 7, 8: Sinok
Beat von # 2, 6: Nimrod
Beat von # 4: Masur

Zusätzlicher Rap in Track # 1, 8: Trip
Scratches: Sinok

Track # 2 erscheint auch auf "Saarpreme - Lass uns übers Wetter reden"
Track # 3 erschien auch auf "Manuskript & Sinok - Raps unterm Orangenbaum"
CD + Poster auf: www.lss-records.de

credits

released August 30, 2013

www.lss-records.de
Kontakt: info@lss-records.de

license

all rights reserved

tags

Track Name: Apokalypsevorglühen (mit Trip)
Manuskript:
Alle belügen dich beim Topfschlagen,
es wird immer heißer bis zur Herdplatte.
Das ist heut dein Kindergeburtstag,
blas die Kerzen aus beim Mord im Dunkeln.
Dein Leben ist ein Wunder! Jemand denkt an dich.
Deine besten Freunde bringen ihre besseren Freunde mit.
Die Stille Post sagt dir, wer du bist: Eine Flasche,
dreh die Wahrheit und sag „Pflicht“.

Trip:
Das ist der Sinn des Spiels, du hörst nie das Ende vom Lied.
Der Stuhlkreisking.
Verbinde die Augen der anderen zu deinem Selbstbild,
wie „Malen nach Zahlen“.
Verbinde deine Augen und werde blind,
wie das Tier, das sie melken.
Die Welpen beißen und die Hunde bellen,
pissen in die Ecken und haben dein Geld,
bauen in deinem Haus ein Partyzelt auf.

Manuskript & Trip:
Ernte die sauren Äpfel von deinem Lebensbaum,
die Luftschlange hängt in den Ästen und vergiftet den Traum. Vertrieben aus deinem Elternhaus.
Ihr feiert zusammen, du räumst auf.
Der Klatsch, die Klatschen, der klatschende Applaus.
Die Witze gekauft wie Scherzartikel.
Die Frau aus der Torte,
der Clown aus der Kiste mit den Luftballons.
Die Kinder werfen die Wasserbomben,
kotzen sich aus auf dem Teppichboden der Gastgeberbonzen.
Die Schweine in deinem Haus aus Stein
spielen ihre Songs und können dich leiden,
lassen dich hoch leben,
heben die Tassen und kämpfen am kalten Buffet
mit Plastikbesteck bewaffnet.
Ein Happy-Birthday-Rap bringt das Geburtstagskind zum Weinen.
Die alten Holzköpfe sind aus Eisen.
Wer kann die Party weiter schmeißen?
Discokugelstoßen, Fairness zeigen beim Wettsaufen.
Die Paralympics der Verzweiflung.
Ein Brechtänzer macht den Kreisel.

Trip:
Deine Geliebte nimmt dich als Geisel,
unsere Liebe ist ein Stockholm-Syndrom.
Akkordarbeit im Streichelzoo,
am Fesselballon sind die Leinen los.

Manuskript:
Ein wilder Kerl, der nirgendwo wohnt,
mit Eltern streitet und ausreißt,
sperrt sich ein im Kaufhaus, nimmt sich die Freiheit,
vergeigt die Kinderstreiche.
Die sauren Äpfel werden zu Süßigkeiten,
im Strohhaus verbrennen die armen Schweine.

Manuskript & Trip:
Der alte Leierkastenmann knutscht mit der Kummerkastentante.
Sie springen in die Kiste um als Treibgut zu stranden,
Stoßzahnpflege Elefanten, Friedhof-Romantik.
Du brauchst keine lebenden Spiegel.
Du fühlst die Liebe der Maschinen.
Das gute Spiel mit den bösen Mi(e)nen-Suchgeräten.
Ein Analphabeten-Gesichterlesen.
Sind das Freudentränen oder Lachgasbomben?
Ihr seid euch nah. Palmen unter der Sonne.
Ihr habt einen Sternenstaubsauger gewonnen.
Der Mond ist der Hammer, die Sichel,
mit der du den Rasen mähst, ist aus goldenen Zeiten.
Dein Größenwahn in weißen Laken
läuft in geregelten Geisterbahnen.
Track Name: Apokalypseparty
Das virtuelle Bild des Zuginnenraums zerschneidet
die Landschaft kurz vor den Abendsonnenstrahlen.
Mitten in der Wildnis ein Graffiti von Andreas,
ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter.
Apokalypseparty.
Sechs Milliarden Homo Sapiens in der Petrischale
feiern das Finale.
Ein verschrottetes Auto im Garten und Wale auf den Straßen.
Ein Werbeplakat, das dir sagt, dass es dich mag.
Ein Tag der dir gefällt, ein Schlag in dein Gesicht,
ein „Sag, dass du mich liebst!“,
ein Wort, das es nicht gibt. Und alles nur für dich.
Apokalypseparty.
Hebt die Hände hoch! Fangt den Kometen auf!
Das Wetter ist schlecht, aber wir sind gut drauf.
Lass meine Wurst noch auf dem Grill.
Ich mag sie schwarz, ein Atompilz im Kartoffelsalat,
das macht Spaß.
Zieht euch aus! Ein letztes Mal Sex:
Apokalypseparty.
Mit Kavier und Sekt, Sekt. Sekt, Sekt. SEKT.

Zuckerwatte in der Hand und Zwangsjacke an,
die Zelle ist aus Gummi, ich eck überall an.
Draußen geht die Party, nackte Frauen am Strand.
Ich hab versucht mich rauszureden, mir die Zunge verbrannt,
wurde für verrückt erklärt, weil ich gesagt hab, dass es weitergeht, die Menschheit einen Sinn erfüllt und alles überlebt.
Ich bin ein verkackter Optimist mit einem Windrad auf dem Kopf.
Ich hab sogar ein Hausschwein und Tomaten im Garten.
Ich versuche so wenig Kohlenstoffdioxid wie möglich auszuatmen.
Ich versuche so wenig Kohlenstoffdioxid wie möglich auszuatmen.
Tausend gute Taten und die Welt kann es kaum erwarten,
mir zu danken.
Ich bin verdammt in Ordnung, halt die Welt in Ordnung,
denn die Welt ist schön.

Die Welt und die Gedanken und das Leben sind schön.
Ich bin nicht blöd, ich kann es ganz genau sehen:
Du und Ich, wir sind schön.
Apokalypseparty.
Hebt die Hände hoch! Fangt den Kometen auf!
Das Wetter ist schlecht, aber wir sind gut drauf.
Lass meine Wurst noch auf dem Grill.
Ich mag sie schwarz, ein Atompilz im Kartoffelsalat,
das macht Spaß.
Denn die Welt ist schön.
Die Welt und die Gedanken und das Leben sind schön.
Ich bin nicht blöd, ich kann es ganz genau sehen:
Du und Ich, wir sind schön.

Deine Welt ist schön. Deine Welt, deine Gedanken,
dein Leben sind schön.
Ich kann es nicht mehr sehen.
Du bist schön blöd und naiv sind die,
denen die Welt gefällt, wie sie ist.
Du bist ein Mistkäfer, der sich über Dreck freut,
kreuzt meinen Weg, überlegst, alles wird neu.
Ich freu mich über jedes kleinste Detail
und reg mich auf über das Gesamtbild.
Mach aus der Mucke einen Elefanten,
der durch deinen Porzellanladen trampelt.
Und deine Haare spalten sich von selbst,
wie deine Seifenblase.
Du bist ein Hase auf dem freien Feld.
Fick deinen Partner, mach Kinder,
dass das Leben seinen Sinn hat!
Ich überwintere den Sommer, bin Realist,
Punkt-Punkt-Komma-Strich ist mein Gesicht
und dahinter ein Gehirn, dass viel verspricht,
mir Glück hinwirft wie Plätzchen.
Ich bin entzückt und mehr oder weniger
der Geschlechtsverkehr meiner Eltern,
fühle mich seltsam aber kann Gefühle logisch interpretieren,
folglich kontrollieren.
Die Wahrheit ist frustrierend: Ich bin nur zur Lust hier.
Auf einem blauen Planeten in einer blauen Lagune
mach ich einen Kopfsprung in deine blauen Augen.

Ich geh tauchen, unter Wasser ist die Welt noch schön.
Die Welt und die Gedanken und das Leben sind dort schön.
Ich bin nicht blöd, ich kann es ganz genau sehen:
Du und Ich, wir sind schön.
Denn die Welt ist schön.
Die Welt und die Gedanken und das Leben sind schön.
Ich bin nicht blöd, ich kann es ganz genau sehen:
Du und Ich, wir sind schön.
Denn die Welt ist schön.
Die Welt und die Gedanken und das Leben sind schön.
Ich bin nicht blöd, ich kann es ganz genau sehen:
Du und Ich, wir sind schön.
FUCK YOU
Track Name: Apokalypsekater
Trotz Hitze in der Disco ist dein Kopf kühl
und umringt von heißen Dämpfen,
stehst du mit hängenden Armen
mitten in der tanzenden Menge,
zwängst dich durch zur Theke
und wartest Ewigkeiten auf deine Bestellung.
Deine Erinnerung verbrennt in einem Schnapsglas.
Du fühlst die Bässe vibrieren,
aber kannst die Melodie nicht spüren.
Die gute Stimmung hängt im Raum wie ein Bild.
Alle sind in Nebel getaucht.
Es schmeckt wie Lachgas aber wirkt wie kalter Rauch.
Und du kriegst die Sätze nicht zusammen.
Die Gespräche mit den Mädchen
sind nur besoffenes Gestammel.
Du blickst nach oben und entdeckst
zum ersten Mal die Flammen.
Und ein Loch in der Decke.
Ein Riss in der Decke wandert über die Wände
und zerreißt die Tanzfläche.
Doch du siehst die Puppen tanzen
mit einem Plastiklächeln auf den Lippen.
Die Discokugel fällt zu Boden und zerbricht in tausend Stücke.
Doch alle klatschen in die Hände,
als ob nichts stattgefunden hätte,
keine Scherben auf dem Boden und keine Risse in der Decke.
Du bist dir sicher, dass die Gesichter zersplittern,
die Lichter flackern und die Cocktailgläser zerbrechen.
Du bist dir sicher, dass es bitter gewittert,
die Wände wackeln und die Leute sich nicht retten.

Du rennst nach draußen und entdeckst die Fassaden,
eine Stadt ohne Straßen, Häuserwände ohne Farben,
ein verschrottetes Auto im Garten,
mitten in der Stadt ein tiefer Einschlagskrater,
ein Riss in der Skyline,
ein Gefühl wie Dabeisein bei der absoluten Endzeit.
Und du rennst bis zum Haus deiner Kindheit.
Alle Schallplatten zerbrochen,
alle Bücher zerrissen,
alle Fotos verbrannt,
alle Pflanzen hingeschmissen.
Mit dem Kleber in der Hand versuchst du alles zu flicken.
Doch alles schmilzt in deinen Händen,
alles zerbröselt in deinen Blicken.
Es ist nichts mehr da,
nur ein bisschen Licht, Nebel und Staub.
Darin liegt der Brief von gestern.
Du faltest ihn auf und liest dieselben ätzenden Worte
und würdest sie am liebsten wieder vergessen,
schon wieder vergessen.

Deine heile Welt zerfällt in tausend Teile,
bildet Pixel, die sich neu verteilen,
ein neues Bild, ein neues Dasein,
ein Wegsein, ein Abdriften im Treibsand aus Pixeln,
ein Baustein aus Sandstein, ein Liebesbriefschnipsel
mit Worten über das Ende, unter der Lupe, in der Hitze.
[2x]

Du blickst nach oben und entdeckst den roten Faden,
eine Welt ohne Schaden. Du hörst die Wellen schlagen.
Du liegst am Strand und beobachtest die Farben.
Die Sonne geht auf und wärmt deine Narben.
Deine kaputten Gedanken fügen sich zusammen.
Ein Kater geht vorbei.
Ein müdes Lächeln bleibt.
Am Ende sogar ein Lachen oder zwei.
Ist es nicht wunderschön?
Die Welt geht unter und die Welt geht wieder auf
und dann ist das traurige Lied vor
hmhmhmhmhmh hmhmhm
Vorglühen, Party, Kater.
hmm hmm bschu beschu
Ist die Party schon vorbei?
drrrrrrrrrrr
Nein!
Mein Kopf brummt.
Brumm, Brumm.
Track Name: Bonus Track (mit Trip)
Manuskript:
Ich bin noch nie aufgewacht und plötzlich ein Käfer gewesen.
Aber ich kann mir vorstellen, wie es ist,
mit einem Panzer zu leben.
Ich hab schon viele schreckliche Dinge gesehen
nach dem Rasenmähen beim Zeitungslesen.
Ich träume von Krisengebieten,
wache schweißgebadet auf und schrei nach Liebe.
Wir gründen eine Armee mit Megafonen,
befreien die Brüllaffen aus dem Zoo,
schlagen den Schreihälsen die Kehlköpfe ein
und lachen uns tot.
In Texas gibt es keine Menschen.
In Nordkorea gibt es kein Brot.
Hier drüben ist die Spaß-Seite
und da hinten die verbotene Zone.
Manche Wörter sind besser als ganze Sätze:
Hahugahagahuga.
Ein spannender Briefwechsel zwischen Präsidenten ist wie Spurenelemente in den Texten,
damit deine Haare glänzen.
Sag doch auch mal was, denn ich will dancen,
werde heiser vom denken,
seh nur die Löcher in der Zeitung wie Geheimagenten.
Lass uns weitertrampen oder mit kurzen Hosen
durchs Brennesselfeld rennen.
Uns juckt eh nichts mehr.
Und wir kennen keine Grenzen.
Nimm den Fuß von der Spaßbremse!
Lass die Hände vom Lenker, wir brauchen keine Helme,
die Straßenkämpfe sind zu Ende.

Trip:
Wenn die Menschheit untergeht,
dann in einer riesengroßen Feier.
Mein Buddha ist ein strafender Buddha,
wiedergeboren als Geier.
Der letzte Schleier fällt vom Antlitz
unseres letzten großen Heilands.
Hinter der Maske ist eine Fratze.
Komm mit mir auf ein Eiland.
Finde den Weg zu den Klippen,
wo mit dir tausend Tote zerschellen.
Mama macht Pausenbrote,
Papa Fickferien in der Dritten Welt.
Die Menschen tragen Pelz auf der Zunge
und halten die Lippen geschlossen,
reißen dabei das Maul auf.
Wir hören Musik und werden besoffen.
Das Fieber, der Nebel in den Köpfen.
Auf einen Knopf drücken, um die Hunde zu hetzen.
Wir wollen keinen verletzen, können es einfach tun.
Der Frieden ist ein falsches Spiel,
eine Ausrede um sich auszuruhen.
Wir hassen Soldaten
und treten der Welt in den Arsch mit unseren Hausschuhen,
Sportklamotten und Tanzkleidern.
Ein Lied für die, die an Hunger leiden eingespeißt in die Playlist zwischen DJ Ötzi und „I Will Survive“.
Wir sind auf der Party und haben unsere Linien gezogen.
Dem geneigten Hörer fällt auf:
Der Trip meint nicht nur die Drogen.

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